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Dienstag, 28. Juli 2020

Reine Liebe zu Gott ...


Die Liebe zu Gott ist rein,
wenn Freude und Leid die gleiche Dankbarkeit einflößen.

Simone Weil


Sonntag, 20. Januar 2019

Sonntag, 11. Februar 2018

Die einzige Liebe



Über die erste Liebe hinaus gibt es schlechthin keine andere Liebe mehr. 
Die erste Liebe ist die einzige Liebe, die es überhaupt gibt – denn es ist die Liebe aus Gott und zu Gott.

Dietrich Bonhoeffer


Freitag, 9. Dezember 2016

Von Deinem Hauch verweht



Wir sind  Federn von Deinem Hauch verweht.
Wir gehen, wohin Du uns treibst, Deinem Willen fügsam, wünschend nur, 
von Deiner Liebe geführt zu werden.

Wir nennen Dich Gott, aber wir wissen nichts von Dir außer, 
dass nur in Dir der Frieden, die Liebe, die Schönheit,
die Gerechtigkeit, das Licht
Vollendung
und vollkommenes, unveränderliches Leben haben.




©
Fragmenta
Liebeslied 2005



Freitag, 21. Dezember 2012

Die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht







 Gott ist die Liebe, 
 und wer in der  Liebe bleibt,
 bleibt in Gott,
 und Gott bleibt in ihm.

 Furcht gibt es in der Liebe nicht,
 sondern die vollkommene Liebe
 vertreibt die Furcht.
 Denn die Furcht rechnet mit Strafe,
 und wer sich fürchtet,
 dessen Liebe ist nicht vollendet.
 Wir wollen lieben,
 weil Er uns zuerst geliebt hat.
 Wenn jemand sagt:
 Ich liebe Gott!,
 aber seinen Bruder hasst,
 ist ein Lügner.
 Denn wer seinen Bruder nicht liebt,
 den er sieht, 
kann Gott nicht lieben,
 den er nicht sieht.
 Und dieses Gebot haben wir von Ihm:
 Wer Gott liebt,
 soll auch seinen Bruder lieben.



1 Joh. 4,16-21


Foto: @ Xenia Illapo

Dienstag, 4. Dezember 2012

Schäme dich nie, den Geliebten zu loben!


Der Geliebte sang und sprach, wenig verstehe der Freund von der Liebe, wenn er sich schäme, seinen Geliebten zu loben, und wenn er sich scheue, ihn dort zu ehren, wo er am meisten geschmäht wird. Und wenig verstehe von Liebe, wer sich über Ungemach ärgere. Und wer an seinem Geliebten verzweifle, sei nicht im Gleichklang mit Liebe und Hoffnung.


Ramon Llull

(Das Buch vom Freunde und vom Geliebten, Abschnitt 79)

Montag, 3. Dezember 2012

Wer liebt, der läuft



Wer liebt, der läuft. Je inniger er liebt, desto freudiger läuft er. 
Je weniger er liebt, desto lässiger bewegt er sich vorwärts auf dem Wege. Wenn er überhaupt nicht liebt, steht er still auf dem Wege. 
Wenn er gar nach der Welt sich sehnt, schaut er rückwärts vom Wege und wendet sein Antlitz ab von der Heimat.


Augustinus von Hippo


Zitiert in: P. Bernward Deneke, "Liebe, und dann tue was du willst"

Donnerstag, 22. November 2012

In der Liebe zu Gott ist das Maß, ohne Maß zu lieben



In der Liebe zu Gott wird uns keinerlei Maß auferlegt, da hier das Maß ist, ohne   Maß zu lieben: Man soll sich nicht sorgen, zu viel zu lieben, sondern nur    fürchten, zu wenig zu lieben.

Severus von Mileve 
Augustinus von Hippo 

Severus von Mileve, Augustinusschüler und bischöflicher Amtsbruder, fasst mit diesem Wort
die Kerngedanken seines Meisters wieder.


Zitiert in: P. Bernward Deneke, "Liebe, und dann tue was du willst"

Freitag, 9. November 2012

Du bist der Himmel und du bist auch das Nest






Du bist der Himmel
und du bist auch das Nest.

Du Schöner,
dort ist deine Liebe
im Nest,
die umschließet die Seele mit Farben,
Tönen und Duft.




Rabindranath Tagore

aus Gitanjali

(Verse aus dem Lied 67)

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Du leuchtest in meiner Seele

Du leuchtest in meiner Seele 
Wie die Sonne auf dem Golde.
Herr, wenn ich in Dir ruhen darf, 
Ist meine Wonne überreich. 
Du kleidest Dich mit meiner Seele, 
Bist selber auch ihr nächstes Kleid. 
Nun hab ich Dir gesungen,
Noch ist es mir nicht gelungen - 
Wolltest Du mir singen, 
Dann müßte es mir gelingen! 


 Mechthild von Magdeburg 

(Das fließende Licht der Gottheit, II,5)


Herr, du bist allzeit liebeskrank nach mir


Herr, du bist allzeit liebeskrank nach mir, 
das hast du wohl bewiesen an dir: 
Du hast mich geschrieben in dein Buch der Gottheit,
du hast mich gemalt in deine lautere Menschheit, 
du hast mich in die heilige Wunde deines Herzens eingegraben, 
um mich nimmer zu vergessen,
und in deine Hände, 
um deine Gnade mir auszuteilen, 
und in deine Füße, 
um nimmer von mir loszukommen.


Mechthild von Magdeburg

(Das fließende Licht der Gottheit, III,2)

Donnerstag, 9. August 2012

Wie könnte ich denn meiner Natur widerstehn?


Der Fisch kann im Wasser nicht ertrinken,
der Vogel in den Lüften nicht versinken, 
das Gold ist im Feuer nie vergangen, 
denn es wird dort Klarheit und leuchtenden Glanz empfangen. 
Gott hat allen Kreaturen das gegeben, 
dass sie ihrer Natur gemäß leben.
Wie könnte ich denn meiner Natur widerstehn? 
Ich muss von allen Dingen weg zu Gott hingehn, 
der mein Vater ist von Natur, 
mein Bruder nach seiner Menschheit,
mein Bräutigam von Minnen 
und ich seine Braut ohne Beginnen.

Mechthild von Magdeburg

aus "Das fließende Licht der Gottheit"





Donnerstag, 12. Juli 2012

Ich liebe Dich, egal ob du mir Leiden oder Freuden gibst


Der Geliebte fragte seinen Freund: 
Erinnerst du dich an irgend etwas, 
was ich dir gab, wofür du mich liebst? 
Er antwortete: 
ja, denn ich mache zwischen den Leiden und den Freuden, 
die du mir gibst, keinen Unterschied.

Ramon Llull

(aus  dem Buch vom Freunde und vom Geliebten, Abschnitt 8)




Quelle: http://www.hoye.de/ma/lulltxt.pdf



Dienstag, 3. Juli 2012

Die Weisheit und die Liebe



Die Weisheit schauet Gott,
die Liebe küsset ihn;
Ach dass ich nicht voll Lieb
und voller Weisheit bin.



Angelus Silesius


(aus dem Cherubinischen Wandersmann)

Freitag, 8. Juni 2012

Die Liebe kann nur von Gott gelenkt werden


Die Liebe strömt aus der unerschöpflichen Quelle in Dir  und  kann nur von Dir gelenkt werden. Alle anderen Formen, die wir auch Liebe nennen, die aber bar Deiner sind,  sind nur bleiche Widerscheine  der Liebe, die Du bist.
Und sie können sogar die Negation jener  Liebe werden, wenn sie, indem sie sich  ausschließlich auf einen bestimmten Menschen oder auf eine bestimmte Situation beziehen, das Wesen der Liebe verneinen, die ihrer Natur nach ewig, universal ist und keinen vorziehen kann, sondern nur jedes Ding in sich  einhüllen. 



L’Amore fluisce dalla fonte inesauribile che è in Te e può essere governato solo Te. Tutte le altre forme, alle quali diamo il nome di amore, ma che sono scevre di Te, non sono che pallidi riflessi di quell’Amore che Tu sei.
E ne possono diventare la totale negazione, allorché, riferendosi  esclusivamente ad una persona o una situazione, negano l’essenza dell’Amore, che per Sua natura è eterna, universale e non può privilegiare alcuno ma solo 
avvolgere in sé ogni cosa. 



Fragmenta 
Liebeslied/Mai2005 
©

Mich in der Seligkeit Deiner ...



Mich in Dir verlieren, in der Seligkeit Deiner, im Lächeln des Friedens, im Licht, das Du selbst bist.... das ist der feste Fels, auf dem mein Geist ruhen will,  der Glanz, nach dem meine Augen dürsten.  



Perdermi in te, nella Beatitudine di Te, nel sorriso della Pace, nella Luce, che Tu stesso sei ... questa è la solida roccia su cui voglio poggiare la mia mente, lo Splendore di cui  hanno fame i miei occhi.



Fragmenta 
Liebeslied/Mai2005 

Donnerstag, 31. Mai 2012

Wie zärtlich ist Dein Streicheln an meiner Seele



Wie zärtlich ist Dein Streicheln an meiner Seele, ich möchte aber weiter über  dem gespürten sanften Zittern hinaus  bis in die vollkommene Ruhe Deiner gelangen, der du Alles bist, und dort in Dir, der Du mich aufnimmst,  jede Kenntnis von mir verlieren…
Könnte ich doch ein Teilchen in Deinem Seligkeitsmeer sein, mit den anderen  völlig verschmolzen, denn nur in diesem bist Du, den ich, der ich noch ein Ich bin, schon liebe...

Come è dolce la Tua carezza alla mia anima, ma vorrei andare oltre, oltre il dolce vibrare che ora sento,  sino nella calma assoluta di TE che sei Tutto… e lì, in TE che mi accogli,  perdere ogni assoluta cognizione di me …
Poter essere una particella del mare di beatitudine, perfettamente fusa a tutte le altre perché solo in questo TU sei, che io, che sono ancora un io, già amo…



Fragmenta 
 Liebeslied/ Mai 2005
© 


Mittwoch, 9. Mai 2012

Suche dich in Mir, und Mich such' nirgends als in dir!


O Seele, suche dich in Mir,
und Mich such' nirgends als in Dir!

Die Liebe hat so wunderbar
O Seel' in mir dich abgebildet,
Dass selbst der beste Maler nicht
Ein solches Bild mit so viel Kunst
Zu schaffen je im Stande wäre.

Durch Liebe wurdest du geschaffen
Voll Huld und Schönheit, und so bist
In meinem Herzen du gemalt;
Verlierst du dich, du vielgeliebte
Seele, so suche dich in Mir!

Ich weiß, dass du dich finden wirst
In meinem Herzen abgebildet,
So nach dem Leben treu getroffen,
Dass dich der Anblick hoch erfreut,
Wenn du schön gemalt dich findest.

Und solltest du vielleicht nicht wissen,
Wo mich du etwa finden kannst,
So laufe nicht lang hin und her;
Nein, wenn du mich zu finden trachtest,
So such' Mich nirgends, als in dir.

Denn du bist selbst ein Brautgemach,
Du bist mein Haus und meine Kammer;
D'rum ruf' ich laut zu jeder Zeit,
Wenn ich in deinem Sinn und Geiste
Die Pforte mir verschlossen finde. 

Du brauchst nicht draußen mich zu suchen,
Denn mich zu finden allezeit,
Bedarf es nichts, als mich zu rufen,
Und eilig werd' ich zu dir kommen;
D'rum such' Mich nirgends, als in dir!

Theresa von Avila 
      in der Übersetzung von Dr. Magnus Jocham [1808-1893]


Originaltext:


Alma, buscarte has en Mí,
y a Mí buscarme has en ti.

De tal suerte pudo amor,
alma, en mí te retratar,
que ningún sabio pintor
supiera con tal primor
tal imagen estampar.

Fuiste por amor criada
hermosa, bella, y así
en mis entrañas pintada,
si te perdieres, mi amada,
Alma, buscarte has en Mí.

Que yo sé que te hallarás
en mi pecho retratada,
y tan al vivo sacada,
que si te ves te holgarás,
viéndote tan bien pintada.

Y si acaso no supieres
dónde me hallarás a Mí,
No andes de aquí para allí,
sino, si hallarme quisieres,
a Mí buscarme has en ti.

Porque tú eres mi aposento,
eres mi casa y morada,
y así llamo en cualquier tiempo,
si hallo en tu pensamiento
estar la puerta cerrada.

Fuera de ti no hay buscarme,
porque para hallarme a Mí,
bastará sólo llamarme,
que a ti iré sin tardarme
y a Mí buscarme has en ti.

Santa Teresa de Avila



Quelle: http://www.ciudadseva.com/textos/poesia/esp/avila/alma.htm




Freitag, 4. Mai 2012

Alle Verliebten sind in Gott

Um die Menschen zu trösten, ist Jesus auf die Welt gekommen;
als Emanation Gottes hatte er verstanden, dass der Mensch, 
göttliches Meisterwerk, so begrenzt, so kahl, so nackt war, 
dass er eine Bestätigung brauchte.
Der Mensch hatte Angst vor der Kälte, vor dem Hunger, vor der Stille,
vor dem Hass der Mitmenschen. 
Der Mensch hatte Angst vor seinen Änderungen; 
der Mensch hatte Angst sogar vor der Liebe. 
Irgendwann hob Gott den riesigen Deckel des großen siedenden
Kessels hoch, der die Liebe ist und ließ sehen, dass innen in der Liebe 
englische Dämpfe und  viele Engel waren, die daraus  hinausgehen 
konnten, aber drinnen war auch Blut.
Jesus hat das verstanden, hat gezeigt, dass er keine Angst vor dem 
Liebesblut hatte, ließ es aus seinen Wunden fließen, 
und hat das allen gezeigt.
Ich weiß nicht, was die Blutvariation ist, und kenne nicht die rote 
Farbe des Martyriums, aber denke, dass alle Verliebten Märtyrer sind, 
dass alle Verliebten in Christo sind,  dass alle Verliebten in Gott sind.

Alda Merini (1931-2009)
aus "Corpo di amore", Frassinelli ed, 2001

"Jedes schöne Ding wird in den Händen der Menschen vergänglich, jedes schöne Ding, von Gott geküsst, wird zu einer roten Rose voll Blut" 

Ich  lese schweigsam und dankbar deine Worte, liebe Alda, die du im Leben das Martyrium kennen gelernt hast, und doch gegen Ende deines Lebens hast schreiben können: "Schöner als die Poesie war mein Leben". 
Als  Verliebte in Jesus hast du  Ihn um eine Träne als Geschenk gebeten, denn " die Quellen der Liebe sind die Tränen".
" So wird man ewig: indem man das eigene Fleisch aus Elend anzieht und für sich die Erkenntnis der Liebe hält, die nur den Heiligen und den Propheten gegeben wird". 


Zitate aus "Corpo d'amore"