Posts mit dem Label Gertrud von Helfta werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gertrud von Helfta werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 14. September 2013

In deiner Liebe erschaffe mich neu!




„O göttliche Liebe, die mich erschuf:
 In deiner Liebe erschaffe mich neu“


Gertrud von Helfta

Exercitia spiritualia, 5. Übung



Freitag, 8. März 2013

Schon steht dir offen meines Herzens Ruhekammer






O, wenn es doch auch mir gelänge
in meinem Elend,
wenn auch nur für einen Augenblick,
in Ruhe zu verweilen
unter deinem gar so liebenswerten Mantel
der Liebe und Neigung,
auf dass mein Herz gestärkt werde,
auch nur mit einem einzigen Trostspruch
deines lebendigen Worts.
Und hören soll dann
meine Seele aus deinem Munde
dieses gute und liebliche Wort:
Dein Heil bin ich;
siehe,
schon steht dir offen
meines Herzens Ruhekammer.



 Gertrud von Helfta



Foto: © Dorothea Jacob / pixelio.de


Montag, 19. November 2012

Eia, o Liebe, süß im Kuss



Eia, o Liebe, süß im Kuß.
Du bist jene Quelle,
nach der ich dürste.
Siehe, zu dir wallt auf mein Herz.
O wenn, o wenn du doch,
o volles Meer,
mich unbedeutenden Tropfen
in dich aufsaugen wolltest!
Du bist meiner Seele
der lebendige süßeste Eingang,
auf daß ich dann
von mir in dich
- so geschehe es! -
finde des Lebens Ausgang.


Gertrud von Helfta

Mittwoch, 29. August 2012

"Weil ich die Liebe selber bin"



Wenn wir fliehen - Du folgst uns nach. 
Kehren wir Dir den Rücken - Du trittst uns vors Angesicht. 
Du flehst voller Demut - aber Du wirst verachtet. 
Weder Beschämung noch Verachtung kann Dich dahin bringen, 
Dich abzuwenden. 
Du bist unermüdlich, uns zu jenen Freuden zu ziehen, 
die kein Auge gesehen, die kein Ohr gehört hat 
und die noch nie in eines Menschen Herz gekommen sind. 

Gertrud von Helfta

(Gesandter der göttlichen Liebe, II,3)






„Dass ich dich überaus liebe, das habe ich von Natur, 
weil ich die Liebe selber bin. 
Dass ich dich oftmals liebe, hab ich von meiner Sehnsucht, 
weil ich ersehne, dass man mich herzlich liebt.
Dass ich dich lange liebe, kommt von meiner Ewigkeit, 
weil ich ohne Anfang und ohne Ende bin ".

Mechthild von Magdeburg

(Das fließende Buch der Gottheit, Buch I,24)


 "Die Erschaffung Adams" von  Andrea Pisano, Florenz
Foto: Wikipedia Commons




Dienstag, 14. August 2012

O wenn es mir schon hier gelänge...




O wenn es mir schon hier gelänge,
was ich begehre,
und wenn mir gegeben würde,
dass zu mir kommt
mein lieber Wunsch
und du wahrhaftig zu mir umkehrst
und mich erquickst
im überaus lieblichen Kuss 
deiner gnädigen Huld.
O könnte ich doch,
o mein liebstes Lieb,
ganz tief in meinem Inneren
dich ergreifen
und mit Küssen überhäufen,
um, wahrhaft mit dir vereint,
mich dir anzuschmiegen unzertrennlich.

Gertrud von Helfta

Foto © Galle 77 /photocase.com

Montag, 6. August 2012

Eia, o Gott...



Eia, o Gott,
meine heilige süße Wonne,
du,
dehne aus mein Herz in dich,
und meine Seele mache weit,
daß alle Gefäße meines Inneren
erfüllt werden von deiner Glorie.

Gertrud von Helfta

O Liebe, dich zu genießen...


O Liebe, dich zu genießen,
das ist,
wenn das göttliche Wort und die Seele
sich in größter Huld und Würde
inniglich verbinden,
bewirkt durch die vollkommene
Einung mit Gott.
Mit dir zu verkehren,
das ist,
sich mit Gott zu verflechten.
Dich zu genießen,
das ist,
mit Gott eins zu werden.
Du bist jener Friede,
der alles Sinnen übersteigt,
und du bist dort der Weg,
auf dem man hingelangt zum Brautgemach.

Freitag, 3. August 2012

Du bist meiner Seele Durst...

Wie lange noch,
wie lange werde ich noch darauf warten,
o mein Geliebter,
dich zu genießen
und dein liebenswertes Angesicht
zu betrachten?
Du bist meiner Seele Durst.
Himmel, Erde und alles,
was auf ihnen ist:
ohne dich sind sie mir
so wie ein eisiger Frost des Winters.
Dein liebenswertes Angesicht
ist mir die einzige Tröstung,
und Trost des Frühlings.


Gertrud von Helfta