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Freitag, 1. März 2019

Das Gleichnis vom Sämann


 
Darstellung des Gleichnisses aus dem Hortus Deliciarum der Herrad von Landsberg (12.Jahrhundert). Foto: © Dnalor 01 Quelle:Wikipedia commons -Lizens (CC-BY-SA 3.0)



„Hört! Siehe, der Sämann ging hinaus, um zu säen. Und es geschah, indem er säte, fiel das eine an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf. Und anderes fiel auf das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging sogleich auf, weil es nicht tiefe Erde hatte. Und als die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. Und anderes fiel unter die Dornen; und die Dornen sprossten auf und erstickten es, und es gab keine Frucht. Und anderes fiel in die gute Erde und gab Frucht, indem es aufsprosste und wuchs; und es trug eines dreißig-, eines sechzig- und eines hundertfach. Und er sprach: Wer Ohren hat zu hören, der höre!"


Markusevangelium (Neues Testament) 

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Der eine Geist bewirkt alles in allen


Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott. Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem anderen durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem anderen – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem anderen Wunderkräfte, einem anderen prophetisches Reden, einem anderen die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem anderen verschiedene Arten von Zungenrede, einem anderen schließlich die Gabe, sie zu deuten. Das alles bewirkt ein und der derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe, wie er will.


Paulus von Tarsus

(1. Korinther-Brief 12, 4-11)

Dienstag, 30. Juli 2013

Entfache die Gnade Gottes wieder!


Entfache die Gnade Gottes wieder... Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.


Paulus von Tarsus


(2. Timotheus 1,7)

Wir sind Gottes Tempel


Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr.


Paulus von Tarsus



(1 Kor 3, 16-17)

Freitag, 29. März 2013

Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil mit mir



Vor dem Passahfest aber, als Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zu dem Vater hinzugehen - da er die Seinen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende. Und bei einem Abendessen, als der Teufel schon dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, es ins Herz gegeben hatte, dass er ihn überliefere,  steht Jesus - im Bewusstsein, dass der Vater ihm alles in die Hände gegeben und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hingehe -  von dem Abendessen auf und legt die Oberkleider ab; und er nahm ein leinenes Tuch und umgürtete sich. Dann gießt er Wasser in das Waschbecken und fing an, die Füße der Jünger zu waschen und mit dem leinenen Tuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. 








Er kommt nun zu Simon Petrus; der spricht zu ihm: Herr, du wäschst meine Füße?  Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber nachher verstehen. Petrus spricht zu ihm: Du sollst nie und nimmer  meine Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil mit mir. Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht meine Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat nicht nötig, sich zu waschen, ausgenommen die Füße, sondern ist ganz rein; und ihr seid rein, aber nicht alle.  Denn er kannte den, der ihn überlieferte; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.  Als er nun ihre Füße gewaschen und seine Oberkleider genommen hatte, legte er sich wieder zu Tisch und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe?  Ihr nennt mich Lehrer und Herr, und ihr sagt recht, denn ich bin es.  Wenn nun ich, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen. Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, dass auch ihr tut, wie ich euch getan habe.  Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr, auch ein Gesandter  nicht größer als der, der ihn gesandt hat.  Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut!



Johannes 13, 1-17   



"La lavanda dei piedi" 
 Fresko von Giotto di Bondone
Cappella degli Scrovegni in Padua


Bild: Wikipedia Commons



Donnerstag, 21. März 2013

Keine größere Liebe





Es gibt keine größere Liebe, 
als wenn einer sein Leben 
für seine Freunde hingibt. 


Johannes 15,13

Bild: 
Rote Pietà von Marc Chagall
Musei Vaticani




Samstag, 22. Dezember 2012

Das Reich Gottes



Das Reich Gottes kommt nicht so,
dass man es an äußeren Zeichen
erkennen könnte.
Man kann auch nicht sagen:
Seht, hier ist es!
oder: Dort ist es!
Denn: Das Reich Gottes ist
(schon) mitten unter euch.

   

 Lukas 17,20-21

Freitag, 21. Dezember 2012

Die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht







 Gott ist die Liebe, 
 und wer in der  Liebe bleibt,
 bleibt in Gott,
 und Gott bleibt in ihm.

 Furcht gibt es in der Liebe nicht,
 sondern die vollkommene Liebe
 vertreibt die Furcht.
 Denn die Furcht rechnet mit Strafe,
 und wer sich fürchtet,
 dessen Liebe ist nicht vollendet.
 Wir wollen lieben,
 weil Er uns zuerst geliebt hat.
 Wenn jemand sagt:
 Ich liebe Gott!,
 aber seinen Bruder hasst,
 ist ein Lügner.
 Denn wer seinen Bruder nicht liebt,
 den er sieht, 
kann Gott nicht lieben,
 den er nicht sieht.
 Und dieses Gebot haben wir von Ihm:
 Wer Gott liebt,
 soll auch seinen Bruder lieben.



1 Joh. 4,16-21


Foto: @ Xenia Illapo

Sonntag, 21. Oktober 2012

Das Wort Gottes



Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Mark und Gelenk; es richtet über  Gedanken und Regungen des Herzens.  Kein Geschöpf  bleibt vor Gott verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor seinen Augen.


Brief an die Hebräer  (4, 12-13)


Mittwoch, 12. September 2012

Geh in dein Kämmerlein und bete ...

"Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein (in das Taméion) und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten."

Jesus

Matthäus,6,5-6 


Das Kämmerlein, von dem hier die Rede ist, heißt auf Griechisch Taméion und bezeichnet die Vorratskammer, den innersten Raum des Hauses, das einzige Zimmer, das man in dem palästinischen  Haus zu verschließen pflegte, damit niemand sonst hinein durfte.
Also ein verborgener Ort, wo man nach den Worten Jesu allein verweilen soll, nachdem man die Tür geschlossen hat, und im Verborgenen,  in einem intimen Gespräch zu dem Vater beten, der im Verborgenen ist und in das Verborgene sieht. 
Man denke  dabei aber nicht so sehr an einen bestimmten Raum, wo man in aller Ruhe  und Stille beten kann, sondern an einen Raum im Herzen, an einen verborgenen Raum in der "inneren Burg", wo die göttliche Ruhe herrscht. Die Worte Jesu sind in diesem Sinn also eine Aufforderung, sich nach innen zu wenden und in jenen verborgenen Ort des Herzens zu gelangen, wo die Seele schon und immer in enger, ewiger Verbundenheit  mit Gott ist. 

Taméion könnte ebenso jenen Ort in der Seele (das oberste Gesicht der Seele) bezeichnen, von dem Meister Eckhart sagt, dass "darin etwas verborgen liege wie ein Ursprung alles Guten und wie ein leuchtendes Licht, das allezeit leuchtet, und wie ein brennender Brand, der allezeit brennt" [Link]oder jene Kraft in der Seele, wo Gott grünt und blüht [Link].
Aber auch denke ich dabei an den "kleinen leeren Raum im Herzen, der so groß ist wie das ganze Universum ... die wahre Burg des Alls" der Chandogya-Upanishad [Link].


Sonntag, 15. Juli 2012

Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt

In kurzem werdet ihr mich nicht mehr sehen, und wiederum in kurzem werdet ihr mich sehen, denn ich gehe zum Vater. Da sprachen etliche seiner Jünger zueinander: Was bedeutet das, dass er sagt: In kurzem werdet ihr mich nicht mehr sehen, und wiederum in kurzem werdet ihr mich sehen, und: Ich gehe zum Vater? Sie fragten nämlich: Was bedeutet das, dass er sagt: In kurzem? Wir wissen nicht, was er redet! Jesus merkte, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Ihr befraget einander darüber, dass ich gesagt habe: In kurzem sehet ihr mich nicht mehr, und wiederum in kurzem werdet ihr mich sehen? 

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen, ihr aber werdet trauern; doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. Wenn eine Frau gebiert, so hat sie Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt geboren ist. So habt auch ihr nun Traurigkeit; ich werde euch aber wiedersehen, und dann wird euer Herz sich freuen, und niemand wird eure Freude von euch nehmen. Und an jenem Tage werdet ihr mich gar nichts fragen.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben! Bis jetzt habt ihr gar nichts in meinem Namen gebeten; bittet, so werdet ihr nehmen, auf daß eure Freude völlig werde! Solches habe ich euch in Gleichnissen gesagt; es kommt aber die Stunde, da ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch reden, sondern euch offen vom Vater Kunde geben werde. An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten wolle; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, dass ich von Gott ausgegangen bin.
Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Da sagen seine Jünger: Siehe, jetzt redest du offen und brauchst kein Gleichnis! Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und nicht nötig hast, dass dich jemand frage; darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist!  Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubet ihr? Siehe, es kommt die Stunde, und sie ist schon da, wo ihr euch zerstreuen werdet, ein jeglicher in das Seine, und mich allein lasset; aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir. Solches habe ich zu euch geredet, auf dass ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Trübsal; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!
Johannes, 16. Kapitel Vers 16-33 – Schlachter Bibel 1951

Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt. 
(1.Johannes 5,4). 

****

Sonntag, 8. April 2012

Neue Göttliche Morgenröte




Alles was geschehen ist, 
das ist nur um der Liebe und der Freiheit willen geschehen!

*

Wir wissen, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind,
weil wir die Brüder und die Schwestern lieben.
Wer nicht liebt, bleibt im Tod.

1 Joh 3,14

*

"Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verschmäht wurde,
der ist zum Eckstein geworden"

Apg 4,11


*



Bild in der kleinen (abgebildeten) Kirche in Rosa Marina . Ostuni
(Apulien- Süditalien)
Werk vom Maler Francesco Tonini aus Venedig
© Xenia Illapo

Donnerstag, 5. April 2012

Die Botschaft der Liebe am Kreuzweg




Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden.

                                         Mt 7, 1-2

Zu allen sagte er:
"Wer mein Jünger sein will, der verleugnete sich selbst,
nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach"

                                          Lk, 9,23


Das ist mein Gebot: 
Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.
Es gibt keine größere Liebe, 
als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt

                                                 Joh 15, 12-13


Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt,
der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

                                            Mt 12,50


Ich sage euch: 
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, 
das habt mir getan.

                                              Mt 25,40


Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. 
Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden. 
Selig, die ein reines Herz haben, denn 
sie werden Gott schauen.

                                          Mt 5, 4,7-8


Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt 
und schwere Lasten zu tragen habt. 
Ich werde euch Ruhe verschaffen.

                                             Mt 11,28


Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. 
Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, 
mit Güte, Demut, Milde, Geduld. 
Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander.

                                             Kol 3,12-13


Einer trage des anderen Last;
so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

                                             Gal 6,3


Ich sage euch: 
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, 
bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.

                                           Joh 12,24


Wir wollen einander lieben; 
denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, 
stammt von Gott  und erkennt Gott.
Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe.

                                        1 Joh. 4, 7-8



"Vater, vergib ihnen, 
denn sie wissen nicht, was sie tun"

Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest wie Gott zu sein. 
Sein Leben war das eines Menschen; 
er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod am Kreuz.

                                             Phil 2,6-8



Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!

                                              Röm 12,15


Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: 
der Tod wird nicht mehr sein,
keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. 
Denn was früher war, ist vergangen.

                                                Offb 21,4

*


Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer. 
Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt. 
Denn die Gebote: 
Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, 
du sollst nicht stehlen,  du sollst nicht begehren, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefaßt: 
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. 
Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

                                     Röm 13, 8-10


*


Kreuzwegstationen in der kleinen Kirche in Rosa Marina - Ostuni
(Apulien, Süditalien)
Werke von Francesco Tonini aus Venedig
Fotos ©Xenia Illapo