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Sonntag, 16. Dezember 2012

Gott (Liebe) st die einzige innere Alchemie





Stelle niemals Fragen nach Gott. 

Alles was ist, ist in Gott und ist Gott – wie könnte da Gott das Problem sein? Gott braucht man nicht erst zu suchen: Wo wolltest du ihn suchen? Er ist überall – du brauchst nur zu lernen die Augen deiner Liebe aufzumachen. Sobald die Liebe dein Herz durchdrungen hat, ist Gott da. Im Erschauen der Liebe ist der Geliebte da: In der Erscheinung der Liebe erscheint dir Gott.


Somit ist Gott die einzige innere Alchemie: 

Sie transformiert dein materielles Leben zum göttlichen Leben. Die einzige Alchemie nenne ich sie deshalb, weil damit niederes Metall zu Gold verwandelt wird. Ohne Liebe ist das Leben ein einziges Ödland, grau – ohne Farben, ohne Lieder, ohne Festlichkeit. ... Liebe bringt Farbe: Das Grau wird plötzlich zum Regenbogen, explodiert zu tausend-und-einer Farbe...

Liebe verwandelt schlagartig das ganze Klima deines inneren Daseins – und mit dieser Verwandlung verwandelt sich die gesamte Existenz. Dabei hat sich da draußen gar nichts geändert – aber kaum bist du voller Liebe, tut sich dir eine vollkommen andere Existenz auf. Gott und die Welt sind nicht zweierlei, es gibt nur die eine Existenz. Es gibt nur eine einzige Existenz: Ohne die Augen der Liebe gesehen erscheint sie materiell; ohne die Augen der Liebe gesehen erscheint sie als „die Welt“ – Samsara. Mit den Augen der Liebe gesehen wird die Welt transformiert, verklärt … und dann wird die Welt selber göttlich. Ja, dann ertönt im Sehen Musik. Wenn die Liebe heraufdämmert, geschehen Wunder – dann ertönt selbst im Sehen Musik, erstrahlt in den Tönen die Stille. Liebe ist magisch.
Und Kabirs ganze Lehre läuft auf Liebe hinaus: Er nennt die Liebe „die göttliche Melodie“. Das vor Liebe bebende Herz wird zur Flöte auf den Lippen Gottes … und ein Lied wird geboren. 

Sobald die Liebe geboren ist, bekommst du eine Mitte. Sobald die Liebe geboren ist, bist du zentriert – und alles fällt in Einklang mit dem Zentrum. Du wirst zum Orchester, zu einer wunderbaren Harmonie. Sie ist in dir angelegt: Du hast sie mit auf die Welt gebracht, nur hat sie sich bisher noch nicht zeigen dürfen. Kabir sagt: Bring sie zum Vorschein – lass deine Liebe ans Licht treten. Und dieses Ans-Licht-Treten wird dein Gebet sein. 


Osho


Foto © Xenia Illapo

Samstag, 15. Dezember 2012

Liebe ist die Erkenntnis des Geliebten


Liebe ist das einzige Wunder, das es gibt. 
Liebe ist die Leiter von der Hölle zum Himmel. Wird die Liebe recht erlernt, hast du alles erlernt. Wird die Liebe verfehlt, hast du dein ganzes Leben verfehlt. Leute, die um Gott nachfragen, wollen in Wirklichkeit gar nichts von Gott wissen; statt es wissen zu wollen, tun sie lediglich kund, dass sie nie erfahren haben, was Liebe heißt. Wer immer auch die Liebe erfahren hat, hat den Geliebten erfahren: Liebe ist die Erkenntnis des Geliebten. Wer wissen will, was Licht ist, sagt damit lediglich, dass er blind ist. Wer wissen will, wer Gott ist, sagt damit lediglich, dass sein Herz nicht aufgeblüht ist zur Liebe... 

  
     Osho 


Mittwoch, 12. Dezember 2012

Frieden kommt nur aus der Wirklichkeit der Liebe



Deine Aufgabe ist es nicht, nach Liebe zu suchen, sondern einfach, alle Schranken in dir selbst zu suchen, die du gegen sie erbaut hast. Es ist nicht nötig, nach dem zu suchen, was wahr ist, aber es ist nötig, nach dem zu suchen, was falsch ist. Jede Illusion ist eine Illusion der Angst, welche Form sie auch annimmt. Und der der Versuch, aus einer Illusion in eine andere zu entrinnen, muss scheitern. Wenn du die Liebe außerhalb von dir suchst, kannst du sicher sein, dass du in deinem Inneren Hass wahrnimmst und vor ihm Angst hast. Frieden jedoch wird niemals aus einer Illusion der Liebe kommen, sondern nur aus ihrer Wirklichkeit.

Kurs in Wundern 
(Text 16, IV, 6)

Montag, 10. Dezember 2012

Wann kam die Liebe über dich?


Sag Narr, wann kam die Liebe über dich
Der Freund antwortete: 
Damals, als sie mich reich machte und mein Herz mit Gedanken, Wünschen, Seufzern und Leiden erfüllte und meine Augen von Tränen und Weinen überfließen ließ. 
Was hat dir die Liebe gebracht? 
Schönheit, Ehre und Wertschätzung meines Geliebten. 
Wohin kamen sie? 
In Gedächtnis und Verstand. 
Womit hast du sie empfangen?
Mit Liebe und Hoffnung. 
Wie bewahrst du sie? 
Mit Gerechtigkeit, Klugheit, Tapferkeit und Mäßigung.

Ramon Llull


((Das Buch vom Freunde und dem Geliebten: Abschnitt 78)




Freitag, 26. Oktober 2012

Man soll, wie Gott, die Liebe sein



Man muß das Wesen sein


Lieb üben hat viel Müh: wir sollen nicht allein
Nur lieben: sondern selbst, wie Gott, die Liebe sein.


Angelus Silesius

(Cherubinischer Wandersmann I,71)

Die Lieb allein ist ewig



Die Hoffnung höret auf, der Glaube kommt zum Schauen,
Die Sprachen redt man nicht, und alles, was wir bauen,
Vergehet mit der Zeit: die Liebe bleibt allein.
So laßt uns doch schon jetzt auf sie beflissen sein!

Angelus Silesius

(Cherubinischer Wandersmann, III,160)


Sonntag, 23. September 2012

Liebe heißt unendliche Fruchtbarkeit


Liebe ist Leben in der höchsten Vollendung: 
Sein, das sich ewig hingibt, ohne eine Verminderung zu erfahren, 
unendliche Fruchtbarkeit.

Edith Stein


Die Liebe ist Hingabe und Einswerden


Die Liebe ist ihrem letzten Sinn nach
Hingabe des eigenen Seins
und Einswerden mit dem Geliebten.

Gott, der die Liebe ist, verschenkt sich
an die Geschöpfe, die er zur Liebe geschaffen hat.

Wer sich ihm hingibt, 
der gelangt in der liebenden Vereinigung mit ihm 
zur höchsten Seinsvollendung, zu jener Liebe, 
die zugleich Erkenntnis, Herzenshingabe und freie Tat ist.

Edith Stein

Dienstag, 18. September 2012

Die Liebe allein wird dich von dir selbst erlösen


Hunderte von Dingen magst du ausprobieren, doch Liebe allein wird dich von dir selbst  erlösen. So fliehe nie vor der Liebe, 
nicht einmal vor der Liebe in irdischer Gestalt, 
denn sie ist Vorbereitung auf die höchste Wahrheit.


Alles, was nicht Eins ist, leidet
immer an dem Weh der Trennung,
und wer in die Stadt der Liebe eintritt, 
findet Raum für Einen nur,
und findet ihn im Einssein.


Jami  (Nūr od-Dīn 'Abd or-Raḥmān Ǧāmi)


Montag, 18. Juni 2012

Er sitzt im Schatten der Liebe



Auf diesem Baum ist ein Vogel: Er tanzt in der Freude des Lebens.
Keiner weiß, wo es ist: Und wer weiß, was sein Refrain bedeuten mag?
Wo die Zweige einen tiefen Schatten werfen, dort hat er sein Nest:
Und er kommt am Abend und fliegt am Morgen wieder fort,
Und er sagt kein Wort darüber, was sein Refrain bedeutet.
Keiner erzählt mir von dem Vogel, der in meinem Inneren singt.
Er ist weder bunt, noch farblos: 
Er hat weder eine Gestalt noch eine Kontur:
Er sitzt im Schatten der Liebe. 
Er wohnt im Inneren der Unerreichbarkeit, in dem Unendlichen und dem Ewigen;
Und niemand nimmt es wahr, wenn er kommt und geht.

Kabîr sagt: "Oh Bruder Sadhu! Es ist ein tiefes Mysterium.
Lasse weise Menschen danach suchen, wo dieser Vogel ruht."
Kabir
Quelle:  http://doormann.tripod.com/kabirlieder.htm

Foto: © Lindenthal / photocase.com

Mittwoch, 13. Juni 2012

Mehr als alles andere verehre ich die Liebe








Mehr als alles andere verehre ich aus ganzem Herzen die Liebe, die mich in dieser Welt ein grenzenloses Leben leben läßt.
Sie gleicht dem Lotus, der im Wasser lebt und auch im Wasser blüht.
Doch reicht das Wasser nicht bis an die Blüten heran 
und kann sie nicht berühren.
Sie öffnen sich jenseits der Reichweite des Wassers.
Es gleicht einer Frau, die das Feuer erreicht durch das Bieten der Liebe.
Dieser Ozean der Welt ist schwer zu überqueren. 
Seine Wasser sind sehr tief.
Kabîr sagt: "Hör mir zu, Sadhu! 
Es sind nur Wenige, die sein Ende erreicht haben."  
Kabir


Samstag, 2. Juni 2012

Entlaube mich...





Entlaube mich 
Blatt für Blatt,
wie Du willst
als  stürmischer Wind
oder milder Zephir
bis ich, nackter Zweig,
zu meiner Essenz gebracht,
in Deinem Feuer 
verbrennen könne
und  mich
in Deiner Liebe 
                                     verneine.                                     
Ich will nicht schmücken,
nicht müden Wanderern 
Schatten bieten,
nur ausbrennen,
um in Dir  zu wahrem, 
ich-aufgelöstem Leben 
wieder geboren zu werden


Spogliami foglia a foglia,
come Tu vuoi,
come vento tempestoso
o dolce zefiro,
finché  io, nudo ramo,
ridotto alla mia essenza,
possa bruciare
del Tuo fuoco 
e consumarmi 
nel Tuo Amore
Non voglio  abbellire
né offrir ombra
 a stanchi  passanti
ma solo ardere
ardere
per rinascere a vera vita
indistinta  in Te.


Fragmenta 
Liebeslied/Mai2005
© 



Foto: © aremac / photocase.com

Dienstag, 15. Mai 2012

Ein Ausdruck reiner Liebe






Im Laufe der Zeit verwischen sich die steifen Umrisse, welche die Dinge scheinbar voneinander trennen, und wir erkennen, dass das Ein- und Ausatmen  des Universums  und  der Liebesgedanke  aus der Ferne, das wortlose zitternde Gebet der Seele vor dem Göttlichen und das leuchtende Antlitz der/des Geliebten, die Ekstase und das Mitgefühl mit allen Geschöpfen u.a. ebenbürtige Masken des Großen Geheimnisses sind, und dass jeder von ihnen einen in sich vollkommenen Ausdruck reiner Liebe darstellt.



Nel corso del tempo sfumano i rigidi contorni che separano in apparenza le cose le une dalle altre e riconosciamo che il respiro dell'universo e il pensiero d'amore che viene da lontano, la silente tremante preghiera dell'anima dinanzi al divino e lo splendente volto dell'amato/amata, l'estasi e la compassione con tutte le creature sono equivalenti maschere del Grande Segreto, e che ognuna di esse rappresenta un'espressione in sé perfetta di puro Amore.


Andreas gewidmet/2003

Fragmenta
Juli2003


Foto: Am Rande der Welt © MMchen / photocase.com

Samstag, 12. Mai 2012

Die Liebe allein offenbart die Wahrheit der LIebe



Der Verstand ist unfähig zum Ausdruck der Liebe. 
Die Liebe allein ist imstande, die Wahrheit der Liebe zu offenbaren 
und was es ist, ein Liebender zu sein.


Die Geschichte der Liebe
musst du von der Liebe selbst hören.
Denn wie ein Spiegel ist sie stumm und sprechend zugleich.


Rumi (Dschalal-ad-Din ar-Rumi)

Freitag, 4. Mai 2012

Alle Verliebten sind in Gott

Um die Menschen zu trösten, ist Jesus auf die Welt gekommen;
als Emanation Gottes hatte er verstanden, dass der Mensch, 
göttliches Meisterwerk, so begrenzt, so kahl, so nackt war, 
dass er eine Bestätigung brauchte.
Der Mensch hatte Angst vor der Kälte, vor dem Hunger, vor der Stille,
vor dem Hass der Mitmenschen. 
Der Mensch hatte Angst vor seinen Änderungen; 
der Mensch hatte Angst sogar vor der Liebe. 
Irgendwann hob Gott den riesigen Deckel des großen siedenden
Kessels hoch, der die Liebe ist und ließ sehen, dass innen in der Liebe 
englische Dämpfe und  viele Engel waren, die daraus  hinausgehen 
konnten, aber drinnen war auch Blut.
Jesus hat das verstanden, hat gezeigt, dass er keine Angst vor dem 
Liebesblut hatte, ließ es aus seinen Wunden fließen, 
und hat das allen gezeigt.
Ich weiß nicht, was die Blutvariation ist, und kenne nicht die rote 
Farbe des Martyriums, aber denke, dass alle Verliebten Märtyrer sind, 
dass alle Verliebten in Christo sind,  dass alle Verliebten in Gott sind.

Alda Merini (1931-2009)
aus "Corpo di amore", Frassinelli ed, 2001

"Jedes schöne Ding wird in den Händen der Menschen vergänglich, jedes schöne Ding, von Gott geküsst, wird zu einer roten Rose voll Blut" 

Ich  lese schweigsam und dankbar deine Worte, liebe Alda, die du im Leben das Martyrium kennen gelernt hast, und doch gegen Ende deines Lebens hast schreiben können: "Schöner als die Poesie war mein Leben". 
Als  Verliebte in Jesus hast du  Ihn um eine Träne als Geschenk gebeten, denn " die Quellen der Liebe sind die Tränen".
" So wird man ewig: indem man das eigene Fleisch aus Elend anzieht und für sich die Erkenntnis der Liebe hält, die nur den Heiligen und den Propheten gegeben wird". 


Zitate aus "Corpo d'amore" 

Freitag, 27. April 2012

Die Liebe ist das Gesetz des Universums



Die Liebe ist das einzige Gesetz, das das Weltall regiert. Sie ist das Gesetz, das die Sonne und die Sterne bewegt, wie Dante sagt, weil sie das Gesetz der Kohäsion ist, das alle Dinge zusammenfügt. Die Materie, aus der das Universum gemacht ist, ist die Liebe.


Das Gesetz der Liebe ist das einzige physische und biologische Gesetz des Universums und auch das einzige moralische Gesetz. ("Ein neues Gebot gebe ich euch: dass ihr euren Nächsten liebet, wie ich euch geliebt habe")... 


Das ganze Weltall wartet auf seine Wiedervereinigung mit Gott, aus dem es hervorging. Fern von Gott sind alle Dinge wie zerstreut und suchen deshalb die Vereinigung mit anderen Dingen. 


Die Dinge haben ihre reale Existenz in Gott. Alles Geschaffene hat diese Existenz in Gott. Was wir als Wirklichkeit empfinden, ist wie der Schatten der Dinge, die in Gott sind. Unsere Realität ist so irreal in Vergleich mit der anderen, wirklichen, wie ein Farbfoto irreal im Vergleich mit der Wirklichkeit ist. 


Ernesto Cardenal 
aus Das Buch von der LiebePeter Hammer Verlag S. 87/89

Die Liebe ist der Weg zu ihr selbst


„Die Liebe ist eine wunderbare Tugend. Sie ist Mittel und Zweck in einem, Bewegung und Ziel, der Weg, der zu ihr selbst führt. Was muss man also tun, um zu lieben? Dazu bedarf es keiner anderen Kunstgriffe, als einfach zu lieben; so wie man Laute spielen lernt, indem man Laute spielt, und tanzen lernt, indem man tanzt.“

Franz von Sales


Montag, 23. April 2012

Augenblick der Liebe

Was ist alles, was in Jahrtausenden die Menschen taten und dachten, gegen Einen Augenblick der Liebe? Es ist aber auch das Gelungenste, Göttlichschönste in der Natur! Dahin führen alle Stufen auf der Schwelle des Lebens. Daher kommen wir, dahin gehn wir.




Friedrich Hölderlin
aus HYPERION

Donnerstag, 21. Februar 2008

Das Ziel der Liebe

Die Liebe ist ganz lauter, ganz entblößt, ganz abgelöst in sich selber. Liebe in ihrem härtesten, ganz in sich selbst abgelösten Sein ist nichts anderes, als Gott. Die Meister sagen: »Das Ziel der Liebe, auf das hin die Liebe alle ihre Werke wirkt, ist die Gutheit, und die Gutheit ist Gott.« So wenig mein Auge sprechen und meine Zunge Farbe erkennen kann, ebenso wenig kann sich die Liebe auf irgendetwas neigen als auf die Gutheit und auf Gott.

Meister Eckhart [Predigt 50] ]

Sonntag, 21. Januar 2007

In der Liebe zu bleiben

In der Liebe zu bleiben
bedeutet Einlass zu finden
in den Bezirk, wo alle Dinge eins sind.

Meister Eckhart