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Sonntag, 24. Februar 2019

Der Konflikt des Unglaubens und Glaubens


Das eigentliche, einzige, und tiefste Thema der Welt- und Menschengeschichte, dem alle übrigen untergeordnet sind, bleibt der Konflikt des Unglaubens und Glaubens. Alle Epochen, in welchen der Glaube herrscht, unter welcher Gestalt er auch wolle, sind glänzend, herzerhebend und fruchtbar für Mitwelt und Nachwelt. Alle Epochen dagegen, in welchen der Unglaube, in welcher Form es sei, einen kümmerlichen Sieg behauptet, und wenn sie auch einen Augenblick mit einem Scheinglanze prahlen sollten, verschwinden vor der Nachwelt, weil sich niemand gern mit Erkenntnis des Unfruchtbaren abquälen mag.



Johann Wolfgang Goethe
(West-östlicher Divan. Noten und Aufzeichnungen)


Die Liebe zum Unsichtbaren



Montag, 25. Februar 2008

Das ist wahre Liebe

Das ist wahre Liebe:
die immer sich gleich bleibt,
wenn man ihr alles gewährt,
wenn man ihr alles versagt.

Johann Wolfgang von Goethe

Sonntag, 24. Februar 2008

Funke des ewigen Lichtes

Ich glaube, dass wir einen Funken
jenes ewigen Lichts in uns tragen,
das im Grunde des Seins leuchten
muss und welches unsere schwachen
Sinne nur von ferne ahnen können.

J.W. von Goethe

Dienstag, 19. Februar 2008

Wär nicht das Auge sonnenhaft

Wär nicht das Auge sonnenhaft,
Die Sonne könnt es nie erblicken;
Läg nicht in uns des Gottes eigne Kraft,
Wie könnt uns Göttliches entzücken?

Johann Wolfgang Goethe  (nach Plotin)