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"Gott ist Licht wegen seiner Helligkeit, Friede wegen seiner Ruhe, eine Quelle wegen seiner überfließenden Fülle und der Ewigkeit."( Bernhard von Clairvaux)
"Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht"
( Psalm 36,10)
"Suche den Klang, der nie vergeht.
Suche die Sonne, die niemals untergeht.“ (Rumi)
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Sonntag, 20. Januar 2019
Die Liebe hat zwei Arme
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Dienstag, 15. Januar 2019
Das Lächeln Gottes
Strecke deine Hand aus, nimm die Hand des Bruders und sieh
in jener Berührung das Lächeln Gottes.
in jener Berührung das Lächeln Gottes.
Stendi la tua mano, stringi la mano del fratello e cogli in quella stretta
il sorriso di Dio.
Fragmenta
Liebeslied/Mai2005
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Montag, 14. Januar 2019
In jedem Augenblick vollkommen
Die Welt, mein Freund, ist nicht unvollkommen,
oder auf einem langsamen Weg zur Vollkommenheit begriffen:
nein, sie ist in jedem Augenblick vollkommen,
alle Sünde trägt schon die Gnade in sich,
alle kleinen Kinder haben schon den Greis in sich,
alle Säuglinge den Tod,
alle Sterbenden das ewige Leben.
Hermann Hesse,
aus Siddhartha
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Sonntag, 13. Januar 2019
Die Schwelle überschreiten
Der Inder sagt «Atman»,
der Chinese sagt «Tao»,
der Christ sagt «Gnade».
Wo jene höchste Erkenntnis da ist
(wie bei Jesus, bei Buddha, bei Plato, bei Laotse),
da wird eine Schwelle überschritten,
hinter der die Wunder beginnen.
Hermann Hesse, Betrachtungen
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Die Welt und alle Wesen mit Liebe betrachten
Die Welt zu durchschauen, sie zu erklären, sie zu verachten, mag großer Denker Sache sein.
Mir aber liegt einzig daran, die Welt lieben zu können,
sie nicht zu verachten,
sie und mich nicht zu hassen, sie und mich und alle Wesen
mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können.
Hermann Hesse, Siddhartha
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Hermann Hesse
Beten heißt Erkennen
Gebet besteht nicht in dem Bemühen Gott zu erreichen, sondern darin,
unsere Augen zu öffnen und zu erkennen, dass wir schon bei ihm sind.
unsere Augen zu öffnen und zu erkennen, dass wir schon bei ihm sind.
Thomas Merton
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Thomas Merton
Freitag, 11. Januar 2019
Gebet um die Toleranz
An Dich richte ich meine Bitte, Gott aller Welten, aller Wesen, aller Zeiten!!
Du hast uns Herzen gegeben, nicht, damit wir einander hassen, und Hände, nicht, damit wir uns gegenseitig erwürgen. Gib, dass die winzigen Unterschiede in den Kleidern, die unseren gebrechlichen Leib bedecken, in unseren unzulänglichen Sprachen, in unseren lächerlichen Bräuchen, in unseren unvollkommenen Gesetzen, in unseren sinnlosen Überzeugungen, gib, dass alle diese winzigen Unterschiede, die uns so ungeheuer erscheinen und die nichtig sind vor Dir, gib, dass sie nicht ein Signal des Hasses und der Verfolgung werden...
Du hast uns Herzen gegeben, nicht, damit wir einander hassen, und Hände, nicht, damit wir uns gegenseitig erwürgen. Gib, dass die winzigen Unterschiede in den Kleidern, die unseren gebrechlichen Leib bedecken, in unseren unzulänglichen Sprachen, in unseren lächerlichen Bräuchen, in unseren unvollkommenen Gesetzen, in unseren sinnlosen Überzeugungen, gib, dass alle diese winzigen Unterschiede, die uns so ungeheuer erscheinen und die nichtig sind vor Dir, gib, dass sie nicht ein Signal des Hasses und der Verfolgung werden...
Möchten doch alle Menschen sich erinnern, dass sie Brüder sind!
Gib, dass die Menschen Tyrannei über die Seelen genauso verabscheuen und in den Bann tun wie Raub und Gewalt. Und wenn Kriege unvermeidlich sind, dann gib, dass wir uns wenigstens nicht auch mitten im Frieden gegenseitig hassen und zerreißen, sondern unsere Existenz dazu verwerten, in tausend Sprachen, doch in einem Gefühl, von Siam bis Kalifornien, Deine Güte zu preisen, die uns den kurzen Augenblick geschenkt hat, den wir Leben nennen.
Voltaire
( Traktat über die Toleranz , 1763)
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Donnerstag, 10. Januar 2019
Ein jedes in dem Seinigen
Der Vogel in der Luft,
der Stein ruht auf dem Land.
Im Wasser lebt der Fisch,
mein Geist in Gottes Hand.
Angelus Silesius
(Cherubinischer Wandersmann, 1.Buch, 80)
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Die große Macht des Gebets
Das Gebet hat große Macht, das ein Mensch verrichtet mit seiner ganzen Kraft. Es macht ein bitteres Herz süß, ein trauriges Herz froh, ein armes Herz reich, ein törichtes Herz weise, ein zaghaftes Herz kühn, ein schwaches Herz stark, ein blindes Herz sehend, eine kalte Seele brennend. Es zieht den großen Gott in ein kleines Herz, es treibt die hungrige Seele hinauf zu dem Gott der Fülle.
Mechthild von Magdeburg
Mechthild von Magdeburg
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Mechthild von Magdeburg
Montag, 7. Januar 2019
Liebe lässt sich bewahren, indem man sie verschenkt
Liebe lässt sich nur bewahren, indem man sie verschenkt. Ein Glück, das wir für uns allein suchen, ist nirgends zu finden, denn ein Glück, das sich verringert, wenn wir es mit anderen teilen, ist nicht groß genug,
um uns glücklich zu machen.
um uns glücklich zu machen.
Thomas Merton
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verschenken
Samstag, 5. Januar 2019
Auf der Suche nach dir selbst
Ohne es zu wissen, bist du auf der Suche nach dir selbst.
Du sehnst dich nach Liebe, nach dem, was der Liebe würdig ist,
nach dem absolut Liebenswerten.
Auf Grund deiner Unwissenheit
suchst du in der Welt der Gegensätze und Widersprüche.
Wenn du es in dir selbst findest, dann wird deine Suche vorüber sein.
Nisargadatta Maharaj
Quelle: www.zanartblog.com
Liebe darf man weder erflehen noch einfordern
Liebe darf man nicht erflehen und schon gar nicht einfordern.
Liebe muss in sich selbst die Kraft haben, Gewissheit zu schaffen.
Dann wird sie nicht mitgerissen, sondern wird mitreissen.
Hermann Hesse
Sonntag, 4. März 2018
Die Liebe grüßte mich...
Die Liebe grüßt’ mich,
doch meine Seele wich weg
voll Schuld und Sünd und Schmutz.
Doch die scharfäugige Liebe, die mein Zögern sah,
als ich am Eingang stand,
trat näher, stellte zart die Frage,
ob irgend etwas fehlt.
"Ein Gast", erwidert’ ich, "der wert ist, hier zu sein."
Sie sprach: "Du sollst es sein."
"Bin ich nicht lieblos, undankbar?
Geliebter,
ach, wie könnt’ ich dich anschaun!""
Die Hand nahm Liebe, lächelnd wand sie ein:
"Wer schuf das Aug’ als ich?"
"Wahr, Herr! Doch ich verdarb es; meine Schmach
sei, wo sie hingehört."
"Weißt du denn nicht," sprach Liebe, "wer die Schande trug?
Lass dienen, Liebster, dir.
Du setz’ dich hin, sprach Liebe, kost’ mein Mahl!"
So setzt’ ich mich und aß.
George Herbert
(1593-1633)
veröffentlicht in dem Gedichtband "Temple", 1633, kurz nach seinem Tod
Übertragung aus: G. Stachel,
Simone Weil - Christus - die katholische Kirche, in:
Religionspädagogische Beiträge 37/ 1996, S. 78 f
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