Dienstag, 12. Juni 2012

Ein Zitat über die Seele...(3)




" Die individuelle Seele soll mit der Weltseele übereinstimmen."

Novalis 




Foto: © schachspieler /photocase.de 

Freitag, 8. Juni 2012

Die Liebe kann nur von Gott gelenkt werden


Die Liebe strömt aus der unerschöpflichen Quelle in Dir  und  kann nur von Dir gelenkt werden. Alle anderen Formen, die wir auch Liebe nennen, die aber bar Deiner sind,  sind nur bleiche Widerscheine  der Liebe, die Du bist.
Und sie können sogar die Negation jener  Liebe werden, wenn sie, indem sie sich  ausschließlich auf einen bestimmten Menschen oder auf eine bestimmte Situation beziehen, das Wesen der Liebe verneinen, die ihrer Natur nach ewig, universal ist und keinen vorziehen kann, sondern nur jedes Ding in sich  einhüllen. 



L’Amore fluisce dalla fonte inesauribile che è in Te e può essere governato solo Te. Tutte le altre forme, alle quali diamo il nome di amore, ma che sono scevre di Te, non sono che pallidi riflessi di quell’Amore che Tu sei.
E ne possono diventare la totale negazione, allorché, riferendosi  esclusivamente ad una persona o una situazione, negano l’essenza dell’Amore, che per Sua natura è eterna, universale e non può privilegiare alcuno ma solo 
avvolgere in sé ogni cosa. 



Fragmenta 
Liebeslied/Mai2005 
©

Mich in der Seligkeit Deiner ...



Mich in Dir verlieren, in der Seligkeit Deiner, im Lächeln des Friedens, im Licht, das Du selbst bist.... das ist der feste Fels, auf dem mein Geist ruhen will,  der Glanz, nach dem meine Augen dürsten.  



Perdermi in te, nella Beatitudine di Te, nel sorriso della Pace, nella Luce, che Tu stesso sei ... questa è la solida roccia su cui voglio poggiare la mia mente, lo Splendore di cui  hanno fame i miei occhi.



Fragmenta 
Liebeslied/Mai2005 

Donnerstag, 7. Juni 2012

Du bist Eins und Alles


Du  bist die Wurzel 
der gegenwärtigen, vergangenen 
und künftigen Dinge, die da sind. 
Du bist die Stimme, Du bist das Stillschweigen, 
die fruchtbare Natur der Natur.---
Sei mir gegrüßt,
du großer Mittelpunkt aller Dinge, 
du Einheit der göttlichen Zahlen. ---
Was ist, o König, das nicht dein wäre? 
Du Vater aller Väter, 
Vater Deiner selbst, 
vorher Vater, ohne Vater; 
Du Sohn deiner selbst; 
Einheit vor der Einheit, 
Same und Mittelpunkt aller Dinge, 
ewiger Verstand ohne Substanz: 
Wurzel der Welt, 
alles umgebende Licht der von Anfang erschaffenen Dinge; 
weise Wahrheit; 
Brunnen der Brunnen, 
Anfang der Anfänge; 
Wurzel der Wurzeln, 
Einheit  der Einheiten, 
Zahl der Zahlen, 
Einheit und Zahl, 
Verstand und verständiges Wesen; 
zugleich was verstanden verden kann, 
und eher als das, was verstanden wird. 
Eins und Alles, 
und doch Eins aller Dinge, und Eins vor allen, 
Same von allem, 
die Wurzel und der höchste Zweig,
die Natur unter den verständigen Wesen, 
Weib und Mann. --- 
Du bist was gebiert, Du bist was geboren wird, 
Du bist der erleuchtet und erleuchtet wird, 
Eins und Alles, 
Eins in dir selbst und durch alle.


Synesios von Kyrene 


Quelle: Johann Christoph Adelung, Geschichte der Philosophie für Liebhaber, Band 2, S. 377

Dienstag, 5. Juni 2012

Alles Mystische ist personell



Alles Mystische ist personell 
und mithin eine Elementarvariation  des Weltalls. 

Novalis

 (Fragmente)


Foto:© Brandt Marke / photocase.com




Samstag, 2. Juni 2012

Entlaube mich...





Entlaube mich 
Blatt für Blatt,
wie Du willst
als  stürmischer Wind
oder milder Zephir
bis ich, nackter Zweig,
zu meiner Essenz gebracht,
in Deinem Feuer 
verbrennen könne
und  mich
in Deiner Liebe 
                                     verneine.                                     
Ich will nicht schmücken,
nicht müden Wanderern 
Schatten bieten,
nur ausbrennen,
um in Dir  zu wahrem, 
ich-aufgelöstem Leben 
wieder geboren zu werden


Spogliami foglia a foglia,
come Tu vuoi,
come vento tempestoso
o dolce zefiro,
finché  io, nudo ramo,
ridotto alla mia essenza,
possa bruciare
del Tuo fuoco 
e consumarmi 
nel Tuo Amore
Non voglio  abbellire
né offrir ombra
 a stanchi  passanti
ma solo ardere
ardere
per rinascere a vera vita
indistinta  in Te.


Fragmenta 
Liebeslied/Mai2005
© 



Foto: © aremac / photocase.com

Freitag, 1. Juni 2012

Ein Zitat über die Seele...(2)






"Die Seele ist mehr, wo sie liebt als wo sie dem Leib Leben gibt"

Augustinus von Hippo




Antonio Canova: "Amor und Psyche"
Foto: Wikipedia Commons
http://it.wikipedia.org/wiki/File:Amore_e_psiche_(1).jpg


Donnerstag, 31. Mai 2012

Labyrinth





"There is no coming to the ONE with one jump, 
and none, without going about"



"Zum EINEN kommt man nicht durch einen Sprung. 
Und auch nicht ohne Irrwege"


D.A. Freher (Paradoxa Emblemata)

zitiert in:  A. Roob, Alchemie & Mystik, Taschen Verlag

Wie zärtlich ist Dein Streicheln an meiner Seele



Wie zärtlich ist Dein Streicheln an meiner Seele, ich möchte aber weiter über  dem gespürten sanften Zittern hinaus  bis in die vollkommene Ruhe Deiner gelangen, der du Alles bist, und dort in Dir, der Du mich aufnimmst,  jede Kenntnis von mir verlieren…
Könnte ich doch ein Teilchen in Deinem Seligkeitsmeer sein, mit den anderen  völlig verschmolzen, denn nur in diesem bist Du, den ich, der ich noch ein Ich bin, schon liebe...

Come è dolce la Tua carezza alla mia anima, ma vorrei andare oltre, oltre il dolce vibrare che ora sento,  sino nella calma assoluta di TE che sei Tutto… e lì, in TE che mi accogli,  perdere ogni assoluta cognizione di me …
Poter essere una particella del mare di beatitudine, perfettamente fusa a tutte le altre perché solo in questo TU sei, che io, che sono ancora un io, già amo…



Fragmenta 
 Liebeslied/ Mai 2005
© 


Nur dünne Schleier


Das ganze menschliche Wissen, all die Schönheit der Welt, die ganze Stärke, die die Energie verbreitet, sind nur dünne Schleier, vom Hauch des lindesten Windes verweht,  blasse Asche, die zwischen den Fingern zerfließt und vergeht.


Tutto  il  sapere  umano,  tutta  la   bellezza   del mondo,  
tutta  la  forza che  l’ energia   esprime, 
non sono che  sottili veli scostati  dal  sospiro del più lieve dei venti, cenere pallida che scorre tra le dita  e non permane.



Fragmenta
 Liebeslied/Mai2005
© 


Montag, 28. Mai 2012

Hinter dem Schleier ist das wahre Leben


Wie ist es möglich, unsere wahre Natur in der langen Lebensnacht 
nicht zu erkennen?
Wie ist es möglich, so lange eingeschlafen zu bleiben und Dich in diesem vom Leben selbst bedingten Schlummer  zu vergessen?
Das Leben wirkt  betäubend wie das Opium und wir, wie Opiumsűchtige  auf Betten liegend, träumen von einem Leben,  das es  wahrlich nicht gibt.
Eine solche Illusion! Ist es wirklich unmöglich, sich von jenem Bett zu erheben und den Traum zu verlassen?
Hinter dem Schleier würden wir das wahre Leben in Dir sehen...

Come è possibile non riconoscere la nostra vera natura nelle lunga notte della vita? Come è possibile restare a lungo assopiti nell’oblio che questa vita ci offre?
La vita stessa non è che un oppio e noi fumatori di oppio, stesi su lettini a sognare nel sogno  la vita stessa che non c’è.
Quanta illusione, ma è proprio  impossibile sollevarsi da quel lettino e guardare oltre il sogno?
Dietro il velo vedremmo la vera Vita in Te…



Fragmenta
 Liebeslied/Mai2005
©


Foto: Eingeschlafener Apostel im Garten Gethsemane 
 Kalvarienberg in Kastelruth (Bozen) © Xenia Illapo
http://www.flickr.com/photos/34253329@N07/3188839880/


Nicht als undurchdringliche Monaden...


Verstoße den Bruder nie, verteidige nicht bis aufs Äußerste den kleinen leeren Raum zwischen dir und ihm! Nicht um als undurchdringliche Monaden zu sterben, kommen wir auf die Welt, sondern um jenen leeren Raum auszufüllen, um sich in dem Nächsten zu erkennen und um über jene törichte Illusion zu lächeln, die mich in dir  einen Anderen sehen lässt, anders als ich und getrennt von mir.

Non gettare mai il fratello lontano da te, non difendere ad oltranza il piccolo spazio vuoto tra te e lui! Non è per morire come monadi impenetrabili che veniamo al mondo ma per colmare quel vuoto, per riconoscersi nel fratello e sorridere di quella stupida illusione che mi fa vedere in te un altro, diverso e separato da me.

Fragmenta 
Liebeslied/Mai2005
© 


Dienstag, 22. Mai 2012

Darin hat die Liebe Sinn und ist Wahrheit.


Wie traurig und töricht scheint  diese Welt, in der jeder in einem stachelig eingezäunten Gelände isoliert lebt und wo die Distanz nie aufgehoben wird. Wir wissen auch nicht von dem immensen Liebespotential, das  jeder Mensch in sich birgt  und suchen außerhalb nur das, was unseren Wünschen und Bedürfnissen gemäß ist. Dann vielleicht nehmen wir einen Anderen in unseren Raum im eingezäunten Gelände auf, aber wir  heben nie die Grenzen auf, damit  jene Enklave, die wir so unvorsichtig gebildet haben, prompt ausgeschlossen werden kann, sobald die Nähe nicht mehr jene von uns so gepflegte Distanz zu respektieren scheint. Und doch ist das Ziel der Liebe gerade jene kleine Distanz zwischen den Menschen verschwinden zu lassen. Darin hat die Liebe Sinn und ist Wahrheit.


Come  appare triste e stolto questo mondo, in cui ognuno vive,  isolato, all’interno di un recinto spinoso e la distanza non viene mai colmata. Non sappiamo neppure dell’immenso potenziale d’amore che è in ognuno di noi e cerchiamo all’esterno solo ciò che ci appare conforme ai nostri  desideri e alle nostre necessità. Allora forse inglobiamo qualcuno nel nostro spazio all’interno del recinto, ma non eliminiamo mai i confini e siamo pronti a gettare via quella enclave, quasi imprudentemente inclusa, non appena ci sembra che la vicinanza non rispetti più quella distanza che noi tanto curiamo. Eppure lo scopo dell’amore è proprio quello di far scomparire quella piccola distanza tra gli uomini.  In questo l’amore ha senso ed è Verità


Fragmenta 
Liebeslied/Mai2005 
©




Samstag, 19. Mai 2012

ein Zitat über die Seele ...








"Die Seele braucht mehr Raum als der Körper"

Axel Munthe






Foto ©froodmat / photocase.com