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Freitag, 25. Januar 2019

Wahrnehmung und Verständnis






Wenn man sehr jung ist und wenig weiß, sind Berge Berge, 
Wasser ist Wasser und Bäume sind Bäume. 
Hat man studiert und ist aufgeklärt sind Berge nicht mehr Berge, 
Wasser ist nicht mehr Wasser 
und Bäume sind nicht länger Bäume. 
Hat man wirkliches Verständnis gewonnen, sind Berge wieder Berge, 
Wasser ist Wasser und Bäume sind Bäume.

Zen - Weisheit

Foto@ Quelle nicht erinnerlich

Samstag, 9. Januar 2016

Die Welt ist durch unsichtbare Knoten verbunden // 2



     Liebe... ist nicht einfach ein Gefühl, das ich mit anderen Menschen teile, es ist viel fundamentaler: Es ist die erkennbare Tatsache, dass alles, was ist, dadurch ist, dass es mit anderem zusammenhängt. 
Meinen Studenten gegenüber drücke ich es gern sehr einfach aus. 

      Sehen Sie, wenn Sie im Wald Pilze vor sich sehen, erscheint es Ihnen so, dass der eine wunderbar gewachsen und noch frisch ist, der andere alt und angefressen und der dritte ist vielleicht bereits verschimmelt. Wenn Sie nun sagen: dieser Pilz hier und jener dort, so ist das ein Irrtum. Es ist sowohl sprachlich als auch von der Wahrnehmung her völlig falsch. Denn der eigentliche Pilz befindet sich unter der Erde und stellt ein Geflecht, ein Myzel  dar. Für unser Auge sichtbar sind jedoch nur die einzelnen Fruchtkörper. Genau so sieht unsere Wirklichkeit aus: Wir sehen nur die Oberfläche, die einzelnen Objekte, und das bezeichnen wir als "Wirklichkeit". Tatsächlich aber liegt hinter der Oberfläche ein Netz von Relationen, die wir erschließen und teilweise mathematisch zu beschreiben lernen. Demnach ist alles miteinander vernetzt, und das ist die Struktur der Liebe. Jede meiner Äußerungen, jede Handlung wirkt nicht nur nach außen und erzeugt bei Ihnen eine Reaktion, sondern wirkt nach innen und formt mich und meinen Charakter. Dieses Zusammenhängen aller Dinge und das Bewusstsein dafür, dass alles, was ich tue, ein Beitrag zu dieser Verbindung und Ordnung in der Welt ist - das ist achtsame Liebe.


Michael von Brück


Aus einem Interview von Sonja Panthöfer mit Michael von Brück

link

Der Titel ist ein Spruch von  A. Kircher (1602-1680)

Montag, 8. Oktober 2012

Das Wesentliche bleibt unseren Sinnen verborgen


Unsere Augen sehen nur den Dunst, hinter dem sich das Wesentliche verbirgt, 
das wir eigentlich wahrnehmen sollten; 
und unsere Ohren hören nur ein Rauschen, das alles übertönt, 
was wir eigentlich mit unserem Herzen verstehen sollten.

Khalil Gibran